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Bicakcic: „Habe den Schritt zur Eintracht nie bereut“

Eintracht Braunschweig Bicakcic: „Habe den Schritt zur Eintracht nie bereut“

Am Sonntag erwartet die Braunschweiger Eintracht an der Hamburger Straße den VfB Stuttgart - und für einen Blau-Gelben ist es eine ganz besondere Partie in der Fußball-Bundesliga. Ermin Bicakcic hat bei den Schwaben das Fußballspielen gelernt, spielte insgesamt sieben Jahre für den VfB. Vorm Duell am Sonntag (17.30 Uhr) sprach er mit AZ/WAZ-Sportjournalist Timo Keller.

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Spielte sieben Jahre beim VfB: Eintrachts Ermin Bicakcic (r.), hier mit seinem guten Kumpel Serdar Tasci (2. v. r.).

Quelle: Imago 09321527

AZ/WAZ: Am Sonntag geht‘s gegen den VfB Stuttgart - ist es für Sie eine besondere Partie?
Bicakcic : Auf jeden Fall. Ich freue mich riesig auf das Spiel, weil ich ein Stuttgarter Junge bin. Ich habe dort alle Jugendmannschaften durchlaufen, war bei der zweiten Mannschaft und bei den Profis. Ich habe viele schöne Erinnerungen, habe viele Teamkollegen kennengelernt. Das wird schon ein sehr emotionales Spiel für mich.

AZ/WAZ : Was war Ihr prägendster Moment in der Zeit?
Bicakcic : Wenn du in Stuttgart in der Jugend spielst und neben den Trainingsplätzen immer dieses große Stadion siehst, träumst du davon, einmal auf diesem Platz zu spielen. Mein schönster Moment dort war, als ich dann als Eigengewächs tatsächlich dort auflaufen durfte.

AZ/WAZ: Haben Sie noch Kontakt zu den alten Teamkollegen?
Bicakcic: Auf jeden Fall. Serdar Tasci ist nach Moskau gegangen, mit ihm hatte ich viel zu tun. Auch mit den anderen, Ibrahima Traoré und wie sie alle heißen, besteht noch ein Kontakt. Vor dem Spiel haben wir zwar noch keine Nachrichten ausgetauscht, aber vielleicht kommt das ja noch. Ich will jedoch lieber die Antwort auf dem Platz geben.

AZ/WAZ: Haben Sie nur positive Erinnerungen an den VfB oder haben Sie sich auch mal geärgert, weil man Ihnen den Schritt in die Bundesliga nicht zugetraut und Sie dann zur Eintracht verkauft hat?
Bicakcic: Ich haben diesen Schritt nach Braunschweig nie bereut. Aber es war in der Tat so, dass mir viele nicht zugetraut haben, dass ich mich weiterentwickeln und den nächsten Schritt machen könnte. Ich hatte aber eine überragende Zeit in Stuttgart, habe dort eine tolle Ausbildung genossen, für die ich dankbar bin. Doch mehr sollte nicht sein und so ging mein Weg weiter nach Braunschweig.

AZ/WAZ: Ist die Motivation nochmal höher, weil Sie gegen den Ex-Klub spielen?
Bicakcic: Ich mache mir eigentlich nicht so viele Gedanken darüber, gegen wen es geht. Ich gebe auf dem Platz immer alles, habe mich in anderen Partien nicht geschont. Aber emotional ist es natürlich trotzdem ein besonderes Spiel.

AZ/WAZ: Sie sind inzwischen auch Nationalspieler für Bosnien...
Bicakcic: Das ist auch für mich noch Neuland. Aber für sein Land zu spielen, ist doch ein Traum für jeden Fußballer. Ich verzichte gerne auf den Urlaub im nächsten Sommer, wenn wir uns für die WM in Brasilien qualifizieren.

AZ/WAZ: Gegen den VfB bekommen Sie es auch mit Ihrem Nationalmannschafts-Kollegen Vedad Ibisevic zu tun...
Bicakcic: Wir haben zuletzt schon ein bisschen geflachst, er hat zu mir gesagt, dass er sich auf das Spiel bei uns freut. Aber auf dem Platz gebe ich alles für die Eintracht und er alles für den VfB. Erst danach gibt‘s das Shakehands.

AZ/WAZ: Sie kennen Stuttgart gut - wie kann man gegen den VfB bestehen?
Bicakcic: Wir werden das analysieren und dann sehen, wie wir sie knacken können. Es wird darauf ankommen, dass wir unser Spiel und unsere Stärken durchbringen. Wir wollen das Optimum herausholen.

tik

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