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Bellarabi: Habe den Schritt nie bereut

Flügelflitzer im Interview Bellarabi: Habe den Schritt nie bereut

Beim so bitteren 1:2 des Braunschweiger Fußball-Bundesligisten am Samstag beim 1. FC Nürnberg mit zwei verschossenen Elfmetern stand Karim Bellarabi nicht mit auf dem Platz, fehlte gesperrt. Doch am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen Gladbach will der Flügelflitzer wieder angreifen. Zuvor sprach der 23-Jährige mit AZ/WAZ-Sportjournalist Timo Keller über seine persönliche Situation und die des Klubs.

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Karim Bellarabi (l.): Im AZ/WAZ-Interview spricht der Flügelflitzer über seine persönliche Situation und die Lage bei der Braunschweiger Eintracht.

Quelle: Photowerk (sp)

AZ/WAZ: Wie ist die Stimmung nach der bitteren 1:2-Niederlage vom Samstag in Nürnberg?

Bellarabi : Schon wieder ganz gut. Klar war das Spiel sehr enttäuschend für uns. Aber wir müssen uns schnell aufs nächste Wochenende konzentrieren und diese Partie abhaken.

AZ/WAZ: Sie waren gesperrt, konnten nur zuschauen. Wie haben Sie das Spiel erlebt?

Bellarabi: Ich finde, dass die Mannschaft ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Wenn wir unsere Chancen genutzt hätten, hätten wir die Partie gewonnen. Zu Beginn der zweiten Hälfte zwei so schnelle Gegentore zu bekommen, ist natürlich sehr unglücklich. Aber das müssen wir jetzt schnell vergessen.

AZ/WAZ: Sie kennen die beiden Elfmeter-Fehlschützen Ermin Bicakcic und Domi Kumbela sehr gut. Mussten Sie sie trösten?

Bellarabi: Nein, die beiden sind Profi genug und wissen, dass sie sich jetzt aufs nächste Spiel konzentrieren müssen. Ich denke, das werden sie auch hinbekommen.

AZ/WAZ: Viele Kritiker bezweifeln, dass sich die Eintracht von einem solchen psychologischen Tiefschlag wie in Nürnberg noch einmal erholt…

Bellarabi: Vergangene Woche war‘s noch umgekehrt, da hatten wir gegen den HSV gewonnen. Jetzt verlieren wir ein Spiel, und auf einmal ist alles schlecht. Das ist vielleicht so im Fußball, aber wir sollten uns davon nicht beeinflussen lassen, dürfen nur auf uns schauen. Sollen diese Leute doch schreiben, was sie wollen.

AZ/WAZ: Der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt vier Punkte, wurde zuletzt aber nicht kleiner. Wie wichtig ist die Partie gegen Gladbach am Samstag in Anbetracht der Lage?

Bellarabi: In unserer Situation ist jedes Wochenende wichtig, jedes Spiel ist fast ein Endspiel. Wir müssen jetzt richtig Gas geben.

AZ/WAZ: Vor eigenem Publikum hat die Eintracht zehn von 15 Punkten geholt…

Bellarabi: Die Fans sind super, sie geben uns Rückenwind. Mit ihnen sind wir noch ein paar Prozent stärker.

AZ/WAZ: Sie sind zu Beginn der Rückrunde zweimal nur spät eingewechselt worden. Wie sind Sie mit dieser ungewohnten Situation umgegangen?

Bellarabi: Darüber denke ich gar nicht mehr nach, das ist jetzt schon ein paar Wochen her. Wir konzentrieren uns auf Gladbach, alles andere ist Vergangenheit. Und wir haben in den nächsten Wochen viel Arbeit vor uns, wollen als Mannschaft Gas geben. Da zählt nicht, was irgendwann bei einem einzelnen Spieler los war.

AZ/WAZ: Sie sind bis zum Saisonende aus Leverkusen ausgeliehen. Bayer musste selbst zuletzt vier Niederlagen in Folge einstecken, steckt in der Krise. Wie sehr beschäftigen Sie sich damit?

Bellarabi: Man bekommt das natürlich mit, ich schaue schon immer, was die Jungs machen. Zurzeit läuft‘s vielleicht nicht so gut, aber sie werden das hinbekommen. Doch für mich ist das nur eine Nebensache, ich konzentriere mich nur auf die Eintracht. Und wir müssen uns in den nächsten Wochen richtig zusammenreißen.

AZ/WAZ: Haben Sie den Schritt vom Champions-League-Teilnehmer zurück nach Braunschweig in den Abstiegskampf schon mal bereut?

Bellarabi: Nein, noch nie. Die Situation war so, dass ich lange verletzt war. Ich bin hierher zurückgekommen, um mich weiterzuentwickeln, viele Spiele zu machen und dem Klub zu helfen. Ich habe noch nicht eine Sekunde gedacht, dass es der falsche Weg gewesen sein könnte. Ich bin zufrieden, dass ich es so gemacht habe. Und ich hoffe, dass wir unser großes Ziel noch erreichen.

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